Kontext EUSEW 2026: Ein inspirierender Podcast: „Energ’ Ethic“ von Marine Cornelis
Die 2️⃣0️⃣. Ausgabe der EUSEW2026 – mein Rückblick auf 3️⃣ inspirierende und motivierende Tage in Brüssel und online aus der Perspektive der 🌊⚓Offshore-Windindustrie – muss an dieser Stelle unbedingt ergänzt werden.
Als digitale Botschafterin für die Europäischen Woche für nachhaltige Energie bin ich zum Glück nicht allein. Und neben meinem Blogbeitrag als Botschafterin zum Zusammenhang zwischen Europäischen grünen Stahl und der Offshore-Windenergie🌊⚓ bzw. der -Windindustrie auf See, durfte ich im Rahmen von Marine Cornelis, digitale EUSEW-Botschafterin, Podcast einen Beitrag zum Rückblick auf 20 Jahre EU-Energiepolitik beitragen und aus meiner Sicht erläutern, wie die Transformation, die Energiewende bei den Europäern und Europäerinnen für konkreten Mehrwert sorgt und zunehmend sorgen kann.
Mit Dušan Jakovljević und Thomas Nowak, beide digitale Botschafter, brachten wir in Marines Podcast sehr unterschiedliche Perspektiven auf die Entwicklungen der letzten zwei Dekaden zusammen. Zwanzig Jahre EUSEW haben echte Fortschritte bei Technologie und Marktgestaltung gebracht, aber das Ziel, der Mehrwert für die Menschen ist noch lange nicht deutlich genug geworden und schon gar nicht erreicht.
Anhand der unterschiedlichen Blickwinkel wurde die Brüsseler Energieblase deutlich, die sich auch in der deutschen Energiepolitik in anderer Form wiederfinden lässt. Dušan beschreibt diese für Brüssel als „Hotel California“ und dieses Bild erklärt in vielerlei Hinsicht, warum sich energiepolitische Entwicklungen häufig nicht rational und linear entwickeln, warum die „Mühlen langsam mahlen“ und weshalb Energie- und Industriepolitik immer komplexer erscheinen und sich zum Teil sogar gegenseitig im Weg stehen.
Unsere Folge von Marine Cornelis „Energ’ Ethic“-Podcast findet Ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=Vrh0bYkb3-0
Der Green Deal, der Clean Industrial Deal, der Net Zero Industry Act, der Industrial Accelerator Act, AccelerateEU, CBAM, die Reform des Strommarktes, der Critical Raw Materials Act der EU, die Made in Europe / Single Market Debatte, u.v.m. haben alle ein Ziel: Dekarbonisierung u.a. über Elektrifizierung, für Klimaschutz und auf der anderen Seite für die Reindustrialisierung, Beschäftigungs- und Wohlstandswachstum sowie europäische Resilienz und Souveränität. Jedes Ziel für sich allein genommen, ist schon ein gigantischer Schritt, wenn man sich die hohe Abhängigkeit der EU von Energieimporten und die fortschreitende Deindustrialisierung vor Augen führt. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Ansätze, setzt sich wie ein Mosaik zusammen und das ist auch erforderlich, wenn die gewünschten Entwicklungen Realität werden sollen. Die unterschiedlichen nationalen Entwicklungen sorgen bisher eher für eine Verlangsamung und Verkomplizierung des Europäischen Wegs und rufen gleichzeitig nach Simplifizierung. Simplifizierung setzt aber voraus, dass die Inhalte sich vereinfachen lassen. Das ist meiner Einschätzung nach in diesem Fall kaum möglich und würde zunächst bedeuten, dass es keine nationale Ausgestaltung mehr geben darf. Hierin liegt das maximale Simplifikationspotenzial, das maximale Heben von Synergien und das schnellstmögliche Fortkommen für die Elektrifizierung und Dekarbonisierung, für die Finanzierbarkeit und den maximalen Klimaschutz, sowie für die rasanteste Reindustrialisierung und damit für den höchstmöglichen Wohlstandsgewinn Europas.
Aus meinem Blickwinkel muss es jetzt darum gehen, europaweit und über nationale Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten 🤝, um verbleibende Hindernisse weiter abzubauen und so eine widerstandsfähige, 🍃klimafreundliche 🏭Reindustrialisierung und Arbeitsplätze 💪 in Europa zu sichern. Jeder Umweg kostet Zeit, die wir nicht haben. Es geht jetzt um ein gemeinsames europäisches Vorgehen, welches es zu harmonisieren gilt.
Hier findet Ihr meinen EUSEW-20 Jahre Jubiläum-Blog-Beitrag, der den Kontext energieintensive Industrie mit nachhaltiger Energieversorgung am Beispiel Stahl und Offshore Windenergie ins Zentrum stellt: https://sustainable-energy-week.ec.europa.eu/news/european-offshore-wind-power-competitive-eu-steel-industry-and-vice-versa-2026-02-10_en
Natürlich ist dies meine persönliche Einschätzung und im Schwerpunkt von meiner Erfahrung mit der „Offshore Windenergie- und grünen Wasserstoff EU- und DE-Regulatorik“ geprägt. Ich würde mich über inspirierende Kommentare freuen und bin jederzeit gewillt meine eigene Position in Frage zu stellen, wenn die Argumente für mich schlüssig sind.