Latvian Wind Energy Association

Regionale LWEA-Konferenz: Wie (kann) Windkraft zu einer treibenden Kraft für die regionale Entwicklung in Lettland werden?

11. September 2026 – Der lettische Windenergieverband (LWEA) organisierte eine Windenergiekonferenz im Kulturzentrum Kocēni (Gemeinde Valmiera, Kocēni) in Lettland. Es war mein erster Besuch in Lettland, Riga und der Gemeinde Valmiera, und ich war tief beeindruckt von der Schönheit der Orte, die ich während meiner Geschäftsreise sehen durfte.

Mein Dank gilt dem lettischen Windenergieverband für die Organisation dieser Konferenz und für die Einladung der Schleswig-Holsteinischen Agentur für Erneuerbare Energien (EE.SH) sowie der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland mbH, in deren Auftrag ich die Ehre hatte, auf dieser fruchtbaren Konferenz einen Vortrag zu halten: „Vai (kā) vējš var kļūt par reģionu attīstības dzinējspēku?“
Bei dieser Konferenz sprachen wir darüber, was Windenergieprojekte für Kommunen bedeuten, worin die tatsächlichen Vorteile bestehen – Arbeitsplätze, Steuereinnahmen, Entwicklungsmöglichkeiten – und welche Herausforderungen bei den lokalen Gemeinden und Unternehmern Bedenken und Diskussionen auslösen.

In meinem Vortrag für den EE.SH thematisierte ich: Wie sich Windparks auf den Tourismus auswirken oder wie Beteiligung Akzeptanz schaffen kann – Erfahrungen aus Deutschland. EE.SH hat einige hervorragende Praxisbeispiele umgesetzt, die ich gerne in meinem Vortrag vorgestellt habe.
Die zentrale These: Die Koexistenz von Windkraftanlagen und Tourismus ist möglich – aber sie hängt von Planung, Beteiligung und lokaler Wertschöpfung ab. Die KonferenzteilnehmerInnen waren sehr daran interessiert, mehr darüber zu erfahren, warum die Koexistenz beispielsweise in Nordfriesland funktioniert.

Drei zentrale Aspekte:
Wertschöpfung: Arbeitsplätze, Steuern, lokale Unternehmen und Infrastruktur
Beteiligung: Bürgerbeteiligung, Konsultation und gerechte Gewinnverteilung
Integration: Schutz touristischer Ressourcen, koordinierte Planung und glaubwürdige Kommunikation

Ich teilte die Erfahrungen von EE.SH und erläuterte den theoretischen Hintergrund von Akzeptanz und Reaktanz sowie die Bedeutung von Transparenz und Integration im Bereich der Sozialpsychologie.
Ich danke Lasma Livzeniece, Geschäftsführerin, und Katrina Duka-Gulbe, stellvertretende Geschäftsführerin des lettischen Windenergieverbands, sowie Heike Jantsch von der deutschen Botschaft in Riga – auch für das großartige Gespräch am folgenden Tag, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Indra Freiberga von der niederländischen Botschaft, die diesen regionalen Austausch ermöglicht haben.

Letztendlich dreht sich bei Transformation alles um Kommunikation und das Antizipieren sozialer Perspektiven.
Akzeptanz erfordert Transparenz, Beteiligung an der Schaffung an und Partizipation von Mehrwert z.B. durch Arbeitsplätze, Klarstellung durch eine als glaubwürdig eingestufte Quelle sowie einen breiten gesellschaftlichen Dialog, insbesondere bei bereits bestehender Ablehnung. Das sind Mechanismen, die aus sozialpsychologischer Perspektive und anhand der Gruppentheorie verständlich sind.

Fotos Lauma Kalnina / Latvian Wind Energy Association und herzlichen Dank an Līga Rozentāle, Deputy State Secretary for Energy Policy at the Ministry of Climate and Energy für das gemeinsame Selfie.

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