⚓ 🌊 Unter uns an der #Ostsee: Mehr Gründe brauchte es nicht um am 1️⃣6️⃣. & 1️⃣7️⃣. Oktober 2025 bei der 2. Offshore Connect in Rostock-Warnemünde dabei gewesen zu sein!
Ich hatte das Glück erneut eine hochkarätige Offshore Wind Veranstaltung in Rostock mit der WindAdvice GmbH zu organisieren. Die Teile, die von Offshore Wind Kommunikation allein bespielt werden, sind die Programmgestaltung und die Moderation. Für den Event-Rahmen, die Offshore Wind Ausfahrt und die Ausstellung der Unternehmen beim Recruiting-Tag spielt die WindAdvice GmbH die entscheidende Rolle.
Mecklenburg-Vorpommern ist durch seine Beziehung zum Meer geprägt. Das Land verfügt mit 1.945 km über die mit Abstand längste Küstenlinie unter allen deutschen Bundesländern. Die maritimen #Zulieferer und Dienstleister einschließlich der #OffshoreWindindustrie sind industrieller Kern der wirtschafts- und beschäftigungspolitischen Perspektive für #MV.
Mit 4️⃣ anstehenden Offshore Windkraftwerken, dem erforderlichen Netzausbau und dem geplanten Bau von Umspannplattformen, sowie einem beeindruckenden internationalen Ostsee-Wind-Potenzial ist regionale Zusammenarbeit ein wesentlicher Baustein für die Erreichung der aktuellen Planungen und für die Aufstellung für die zukünftige Europäische Zusammenarbeit.
Die Idee der Offshore Connect war und ist es, zwei wesentliche Elemente für die Unternehmen im Bereich der Windenergie auf See in MV zu verknüpfen:
- Wie finden Unternehmen der Maritimen und der Offshore Windindustrie qualifizierte und engagierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen?
- Und wie kann die Zusammenarbeit der Akteure vor Ort bestmöglich unterstützt werden?
Diese Antwort folgte am Tag 2 der Offshore Connect im Neptun Hotel.
Zunächst zur Antwort auf die erste Frage – Die gab es am ersten Tag der 2. Offshore Connect auf dem Gelände der Neptun Werft am 1️⃣6️⃣. Oktober.
Etwa 80 Bewerber und Bewerberinnen besuchten den Recruiting-Tag auf der Neptun Werft – Von der Schiffsmechanikerin zum Umwelttechniker, Quereinsteiger und Quereinsteigerinnen wurden sie herzlich von den Unternehmen und Akteuren 50Hertz, Neptun Meyer Engineering, Sitte Elektrotechnik, EEW SPC, Amprion, AFZ Aus- und Fortbildungszentrum Rostock GmbH, der Agentur für Arbeit, der Uni Rostock, Grimedio Arbeitsmedizin in Empfang genommen. Die Maritime Industrie, die Offshore Windindustrie und die Fachkräfte von morgen wurden von der IHK zu Rostock und der WindAdvice GmbH mit den ersten Grußworten auf die Faszination Offshore eingestimmt.
Wir danken dem diesjährigen Gastgeber Neptun Werft für die grandiose Unterstützung des Recruiting-Tages der Offshore Connect.
Abends ging es mit Irish Folk, Netzwerken und gemeinsamen Offshore Wind Dinner auf der Mecklenburg nahtlos weiter. Hier war ausreichend Raum für gute Gespräche unter Experten und Expertinnen gegeben.
Am 1️⃣7️⃣. Oktober konnten wir die zweite Antwort herausarbeiten: Beim OffshoreConnect #Konferenztag im Neptun Hotel stand der Ostsee-Ausbau der Offshore Windenergie und die Maritime Industrie mit dem verbundenen #Wertschöpfungspotenzial für Mecklenburg-Vorpommern im Mittelpunkt.
Es ging in erster Linie darum, die relevanten Akteure zusammenzubringen.
Freitagmorgen trafen sich die Vertreter und Vertreterinnen aus Maritimer Industrie und Offshore Windindustrie im Neptun Hotel in Warnemünde. Auch das NDR Nordmagazin aus Schwerin nutzte die Gelegenheit, um sich zu den aktuellen Entwicklungen zu informieren (https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/offshore-windenergie-krisengespraech-in-rostock,nordmagazin-4094.html).
Nach einer kurzen Begrüßung durch Offshore Wind Kommunikation begrüßte Ministerialdirigent Hanns Christoph Saur, Leiter der Abteilung Wirtschafts- und Technologieförderung, Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Arbeit und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern die Teilnehmenden und ordnete den wachsenden Stellenwert der Offshore Windindustrie und die Bedeutung der Maritimen Industrie in den aktuellen Kontext ein. Es wurde deutlich, dass MV große Chancen im Ausbau der Ostsee-Windenergie sieht. Karina Würtz, Geschäftsführerin der Stiftung Offshore-Windenergie brachte die aktuellen Entwicklungen für die Offshore-Windwirtschaft auch im Zusammenhang mit dem Maritimen Zukunftskonzept MV auf den Punkt.
Zusammen mit den anwesenden Expertinnen und Experten wurde deutlich, dass MV sich bewegt, um beide komplementären Branchenzweige bestmöglich zu unterstützen. Pawel Beecken von TotalEnergies machte die Herausforderungen deutlich, die sich aktuell für Entwickler und Betreiber von Offshore Windkraftwerken stellen und Eric Cornelsen, 50 Hertz GmbH, präsentierte die Perspektive aus Sicht des Übertragungsnetzbetreiber. Später ging Sergej Drechsel von Iberdrola Deutschland u.a. auf das Projekt Windanker ein, das Ostsee-Projekt befindet sich in der Bauphase und ist bereit das dritte Projekt für den Entwickler und Betreiber in der Ostsee.
In den Vorträgen und dem intensiven Austausch zwischen Teilnehmenden und Vortragenden wurde das Motto der Offshore Connect deutlich: Gemeinsam sind alle Ostsee-Akteure stärker.
Die Zusammenarbeit der Akteure an und für die Ostsee ist erfolgsentscheidend. Spannend war auch der Co-Vortrag von Ursula Smolka von Ramboll und Jens Kühne von Bachmann Monitoring, die deutlich machten, welche Potenziale und erforderliche Weichenstellungen mit der Verlängerung geplanter Laufzeiten der Offshore Windkraftwerke einhergehen. Hier bieten sich klare Chancen den Business Case für Offshore Wind zu optimieren. Hierfür müssen rechtzeitig die erforderlichen Grundlagen (u.a. Datenerhebung) geschaffen werden.
Martina Bühren, Referatsleiterin „Windparkverfahren nicht voruntersuchte Flächen“ vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Rostock präsentierte einen umfassenden Überblick zum Ostsee-Windausbau. EnBW vertreten durch Dr. Michael Splett gab einen spannenden Einblick bzw. Rückblick auf 15 Jahre Ostsee-Offshore-Wind und zu den Betriebserfahrungen seines Unternehmens.
Von dem Fokus auf Fertigungsübewachung von Philipp Stukenbrock, CEO 8.2., über einen Beitrag zum Bau von SWATH – CTVs in Finnland von Nils Olschner, Tyvönne, bis hin zu den Vorteilen regionaler Zusammenarbeit von Carsten Wibel, Ingenieurbureau Wibel, bis zu einem Beitrag von Manuel Zehr, Formosan, der aus Taiwan dazu kam, zum Scheitern der Local Content Bemühungen in seinem Land sowie einen guten Überblick auf die polnischen Offshore Wind Entwicklungen von Jakub Budzynski, CEO PIMEW, wo auch ein Fokus auf vorgeschriebene lokale Wertschöpfungsanteile gelegt wird, entstand eine spannende Diskussion zum Thema Maximierung regionaler/lokaler Wertschöpfungsanteile.
Key-Takeaways, die regionale Wertschöpfung maximieren können:
- Verbesserung des Ausbildungsangebots & Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte am Standort
- Infrastruktur Optimierung & Platzangebot für die agierenden Unternehmen
- Begleitet von langfristigen und sicheren Rahmenbedingungen und attraktive Flächen für den Ausbau im Sinne der zu erwartenden Stromausbeute
- Sowie eine gute Zusammenarbeit mit der Politik vor Ort
Eine umfassende Einordnung und mögliche kooperative Ansätze zur Munitionsbergung brachte Dr.-Ing. Wolfgang Sichermann in das Offshore Connect Fachgespräch ein. Hier muss noch viel passieren, um diese gigantischen Altlasten zu reduzieren.
Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass die 2. Offshore Connect Fachkonferenz 2025 im Wesentlichen von den hochkarätigen Vorträgen sowie dem Austausch unter Expertinnen und Experten profitierte. Es bleibt noch viel zu tun – gleichzeitig ist das Wertschöpfungspotenzial für die Unternehmen an der Ostsee sehr groß und bietet ein immenses Wachstumspotenzial für den Standort Mecklenburg-Vorpommern, ob im Bereich O&M, Schiffbau aktuell mit einem starken Fokus auf den Bau von Umspannplattformen durch die Neptun Werft, Offshore Windparkerrichtung, entlang der gesamten Wertschöpfungskette neben der Verfügbarkeit von großen Mengen an grünem Strom. Allein die Projekte, die sich aktuell im Bau und in der Entwicklung befinden, werden eine installierte Offshore Wind Kapazität von über 2,5 GW mit sich bringen.
Wir blicken zurück auf spannende Projektupdates und einen aktiven Austausch. Neben den aktuellen Herausforderungen wurden gemeinsam zukünftige Chancen und Potenziale erörtert.
Mittel- bis langfristig muss sich das Projektgeschäft verstetigen, um die Offshore Windenergie kosteneffizient und nachhaltige ausbauen zu können. #Planungssicherheit
Ob es eine 3. Offshore Connect 2026 geben wird und wenn ja, in welcher Zusammensetzung, steht noch in den Sternen. Falls es hierzu kommt, freuen wir uns auf Euch! #strongertogether 💪

Vielen Dank an die Stiftung Offshore-Windenergie für Eure Unterstützung!
Lieben Dank an Martina Köhn und den mEErFrauen e.V. für die gute Zusammenarbeit 2025! https://www.meerfrauen.org/
