Bei der 15. windWERT in Kiel am 26. August 2025 war das Motto Programm: „Mehr Wertschöpfung 💪 für die Region“. Der Net Zero Industry Act (NZIA) war mein Thema, welches problemfrei einen oder auch gerne mehrere Tage Programm liefern kann.
Vielen Dank für die Möglichkeit ein mir wichtiges Thema präsentieren zu dürfen. Der Titel für meinen Impuls: Titel „Net Zero Industry Act – Mehr #Wettbewerbsfähigkeit für die deutsche Windindustrie?“
➡️ Meine Aufgabenstellung: Net Zero Industry Act (NZIA) in 15 Minuten. 🤔😅
➡️ Antwort auf die Frage im Vortragstitel: Ja. ✅ – Wenn statt 3️⃣0️⃣% des jährlich in jedem #EU-Land versteigerten Volumens (bzw. 6️⃣GW) 💯% einbezogen werden, geht das sogar deutlich schneller. 🏃♀️➡️
Ohne die qualitativen #Ausschreibungskriterien des NZIA und die hieraus entstehende #Resilienz ist der Clean Industrial Deal (Zielstellung: 4️⃣0️⃣% des jährlichen Bedarfs an Netto-0️⃣-Produktionskapazitäten innerhalb der EU bis 2030) nicht realisierbar oder anders gesagt, dann wird Wind der PV-Industriegeschichte folgen und wir werden einer De-Industrialisierung entgegensehen, die wir uns heute noch nicht vorstellen können.
Der NZIA ist ein komplexes Thema, allerdings keins für morgen, sondern für die heutige Gestaltung nationaler #Regulatorik maßgeblich – Aktive EU-#Industriepolitik ist unerlässlich für die Wettbewerbsfähigkeit der #Windindustrie an Land🌬️ & auf See🌊⚓.
Der Green Deal stärkt mit dem NZIA die Wettbewerbsfähigkeit der klimaneutralen Industrie in Europa und beschleunigt den Übergang zur Klimaneutralität. Dies geschieht durch die Schaffung eines günstigeren Umfelds für den Ausbau der Produktionskapazitäten der EU für klimaneutrale Technologien und Produkte, die zur Erreichung der ehrgeizigen Klimaziele Europas erforderlich sind.
Der Wettlauf um nachhaltige Technologien ist in vollem Gange. Die größten Volkswirtschaften der Welt – von Deutschland bis Indien, von China bis Polen – haben alle begonnen, massiv in grüne Energieerzeugung zu investieren.
Um Europas Position als Standort für industrielle Innovation und nachhaltige Technologien zu sichern, umfasst der Industrieplan des Green Deals 4 zentrale Säulen:
- Planbare und vereinfachte regulatorische Rahmenbedingungen
- Schnellerer Zugang zu Finanzmitteln (Förderung/Finanzierung)
- Kompetenzen aufbauen – Skills verbessern
- Offener Handel für widerstandsfähige Lieferketten
Die 1. Säule des Plans befasst sich mit dem regulatorischen Umfeld. Das bedeutet, einen einfacheren, schnelleren und berechenbareren Rahmen zu schaffen, die erforderlichen Mengen an Rohstoffen sicherzustellen und dafür zu sorgen, dass die Nutzer von den niedrigen Kosten erneuerbarer Energien profitieren können. Es gibt drei Initiativen, die diese Arbeit unterstützen sollen:
- Netto-Null-Industrie-Gesetz oder der Net Zero Industry Act
- Gesetz über kritische Rohstoffe aka Critical Raw Materials Act
- Reform des Strommarkts
Das Gesetz zur Net-Zero-Industrie zielt darauf ab, die europäischen Produktionskapazitäten für Net-Zero-Technologien und deren Schlüsselkomponenten zu verbessern und Hindernisse für die Ausweitung der Produktion in Europa zu beseitigen. Die Verordnung will die Wettbewerbsfähigkeit des Net-Zero-Technologiesektors steigern, Investitionen anziehen und den Marktzugang für nachhaltige Technologien in der EU verbessern. Dies unterstützt die Energiewende und verbessert die Energieversorgungssicherheit der EU bzw. befördert die Unabhängigkeit der Energieversorgung.
Stichwort Ausschreibungskriterien (Präzisierung der Vorqualifikations- und Zuschlagskriterien bei Auktionen für die Nutzung von Energie aus EE-Quellen; Durchführungsverordnung (EU) 2025/1176):
Obligatorische Vorqualifikationskriterien
– Verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln
– Cybersicherheit (u.a. NIS2-Richtlinie)
– Fähigkeit, Projekte vollständig und termingerecht zu liefern
– Vorqualifikations- oder Zuschlagskriterien sind aufzunehmen, mit denen der Beitrag der Auktion zur Nachhaltigkeit und Resilienz bewertet wird (Artikel 26, 2024/1735)
Öffentliche Auftraggeber müssen verbindliche Mindestanforderungen an die ökologische Nachhaltigkeit und verbindliche Anforderungen zur Bewertung des Beitrages des Angebots zur Resilienz anwenden (Artikel 25, 2024/1735)
Die Wahl der Art der Kriterien des Beitrags der Auktion zu Nachhaltigkeit und Resilienz (Vorqualifikations- oder Zuschlagskriterien) fällt in die Zuständigkeit der für die Auktion zuständigen Behörden. Hierbei soll der Wettbewerbscharakter der Gebotsverfahren nicht untergraben und der Einsatz von EE nicht über Gebühr verlangsamt werden. Maßgeblich ist der Grad der Abhängigkeit der Union von einem Drittland. Über 50% Abhängigkeit von einem einzelnen Drittland oder mindestens 40% (Durchführungsverordnung 2025/1178) erlaubt die Teilnahme an einschlägigen Auktionen zu beschränken oder Punkte zu vergeben.
Für Onshore & Offshore Wind und Elektrolyseure gilt: Die Resilienz Bewertung ist auch unter mindestens 40% mit Hinweis auf China (prognostizierte Produktion überschreitet die inländischen Ziele sowie die vorhersehbare Nachfrage) erforderlich.
Der Beitrag der Auktion zur Nachhaltigkeit kann durch die Aufnahme von Kriterien in Bezug auf ökologische Nachhaltigkeit, Innovation oder Integration des Energiesystems bewertet werden. Die Kommission erhält Durchführungsbefugnisse zur Festlegung der Mindestanforderungen.
Die vorliegenden Durchführungsrechtsakte + delegierte Rechtsakte sind grundsätzlich geeignet, um Ziele des NZIA zu erreichen. Erste Resilienz-Ausschreibungen in Deutschland sind für 2026 geplant. Wichtig: Harmonisierung der Ausschreibungskriterien innerhalb Europas!
Viele spannende Vorträge über die Vorstellung von GATEWAY49 – Der Startup Accelerator in Schleswig-Holstein bis zu den „Herausforderungen durch kommende Gesetze an kritische Infrastrukturen“ von Mohamed Harrou von Amprion. Darüber hinaus hatten wir als mEErFRauen e.V. Gelegenheit uns vorzustellen und ich war begeistert von den guten Gesprächen mit den Teilnehmenden der Onshore-Wind 🌬️ -Konferenz in Kiel. … Es war eine wirklich gelungene Veranstaltung und ein wunderschönes Netzwerken beim SH-Windcommunity-Treffen auf Deck 8 mit Blick über die Kieler Förde.
Vielen Dank für das inspirierende Grußwort von Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur!

Herzlichen Dank an die Organisatorin Katja Rosenburg vom EE.SH (Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein) & Team und für die gelungene Moderation von Dr. Matthias Hüppauff
Ich freue mich über meine 2. windWERT-Tasse und auf die kommende 16. windWERT am letzten Dienstag im August 2026! #WhenOnshoremeetsOffshore
💚-lichen Dank für das Interesse am mEErFrauen eV und die Gelegenheit Euch kennenzulernen.
